Alter Finne Tschick.

Nein, ich wollte das Buch von Herrndorf nicht lesen. Weil jeder es las und diskutierte und alle es wahnsinnig toll fanden und es vor einigen Monaten sogar irgendeinen Preis auf der Buchmesse bekommen sollte. Außerdem erinnerte mich Tschick irgendwie an Dorfpunks von Rocko Schamoni. Und diese Geschichte hatte mich damals extrem genervt.

Dann kam mein Geburtstag und das Buch als Geschenk und so lag es eine ganze Weile bei mir auf dem Bücherstapel und schon das Cover das wie das Cover eines Roadmovies anmutete regte mich auf. Keine Ahnung warum ich es doch gelesen habe. Vielleicht weil es ein Hardcover war und die besonders wertvoll und ich es schade fand es ungelesen im Bücherstapel vergammeln zu lassen. Vielleicht auch einfach wegen meinem schlechten Gewissen, ich hatte es ja nicht einmal versucht.

Jetzt habe ich es gelesen und sogar bis zum Ende, ich konnte es kaum weglegen. Ich habe gelacht und sogar Passagen laut darauf vorgelesen weil ich so gelacht habe. Alle Befürchtungen die ich hatte – nerviger Möchtegern-Jugendslang, unlustig, Rocko Schamoni – wurden nicht bestätigt. Im Gegenteil. Die Sprache ist angenehm klar, einfach, schnörkelos. Der Plot spannend bis zum Schluss und wirklich lustig. Ich mochte Tschick. Und ich mag Wolfgang Herrnsdorf und bin froh dass er einen eigenen Blog betreibt: http://www.wolfgang-herrndorf.de/2010/04/zwei/

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2 Gedanken zu „Alter Finne Tschick.

  1. Alle haben es gelesen? Ich hab leider noch nie davon gehört. Aber wenn es so gewaltig zum Lachen bringt, macht es mich neugierig.
    Das letzte Buch, das mich zum Lachen gebracht hat, war „The Buddha of Suburbia“. Und das ist schon zwei Jahre her …

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    • pillangoblog sagt:

      Mir hat sein Stil sehr gefallen. Der Autor hatte nicht den Anspruch, einen Jugendslang zu imitieren, sondern hat einen – wie ich denke – angenehmen Mittelweg gefunden.
      The Buddha of Suburbia – das Buch kenne ich gar nicht. Habe es kurz gegoogelt –😉 eine Geschichte über einen Teenager der aus der Londoner Vorstadt flieht? Da gibt es auf jeden Fall Parallelen zu der Geschichte von „Tschick“, die beiden 14jährigen Maik und Tschick flüchten ebenfalls – aus Berlin-Marzahn.

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