Der Yogini darf Dinge nicht mögen

Ich mag die Open-Stunden bei Evelyn. Evelyn lässt nicht nur atmen und schwitzen, sie hat auch was zu sagen. Heute sagte sie zum Beispiel Folgendes: Der Yogini darf Dinge mögen oder nicht mögen. Er soll nur nicht sagen, das bin ich oder „das bin ich nicht„. Aus dem Grund, weil dieses „ich bin“ dich festlegt auf ein illusorisches, konstruiertes Ich. Ein Ich, das sich selbst Grenzen setzt und seine Möglichkeiten nicht ausschöpft.

Als Yogini darf ich also sagen: ich mag den Handstand nicht. Aber nicht: ich bin nicht der Handstand-Typ. Oder so ähnlich. Auch wenn ich den Handstand nicht leiden kann, besteht immer die Möglichkeit nach 100ten, tausenden Versuchen (das sagte sie wirklich, tausende Versuche und Jahre!) mit einem Mal seinen Körper nur mit den Händen aufrichten zu können.

Ich kann den Handstand nicht und auch wenn ich nicht der Typ dafür sein sollte werde ich mich mal daran versuchen. Und an all den anderen Projekten, die ich angeblich nicht bin – oder nicht kann – vielleicht auch. Offen bleiben für neue Möglichkeiten, sagt Evelyn.

Evelyn ist übrigens „Advanced Jivamukti Teacher“ im Studio Berlin.

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