Gesichtet.

Der Buchladen. Die  vielen Tage darin. Die unzähligen Menschen, die durch sie hindurchgehen.  Meine Schubladen, in die ich diese Menschen schiebe und immer wieder überrascht oder enttäuscht werde. Viele Könige, wenig Kinder.

Manchmal bunte Farbgesichter, präzise Kaufentscheidungen auf die Lippen gestickt.  Bissig,
die Finger in ihren Taschen.

Manchmal blasse Gestalten. Mit hängenden Köpfen, hochgezogenen Schultern, jeder Schritt so zögerlich, als wäre da die Angst ins Bodenlose zu stürzen.

Einmal eine Prinzessin in Rosétüll gewickelt. Den Schlüssel in der Hand und das Lachen für viele Tage in den Augen.

Immer wieder mein stummes Auge, das sich spitzt und doch wieder glättet.  

Der Buchladen. Die Tage darin zählen sich rückwärts.

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