Spaziergang

Mäharbeiten, die Wiesen kahl

rasiert und kurzgeschoren die Schritte

trittfeste Gehwege auf denen sie heut‘ verhallen, unerkannt

wollen sie bleiben und flüchtig

Abschied nehmen

 

Wind im Wasserspiegel und welkes Laub

im Teich treibt eine Seerose achtlos

treibt totes Holz an einer Sehnsucht

vorbei

 

Wilder Rhabarber am Wegrand

doch blutleer mein Ginster

und die Trauerweiden sehnen sich

nach einer Umarmung

 
Getaggt mit , , , , , , , ,

14 Gedanken zu „Spaziergang

  1. „und die Trauerweiden sehnen sich

    nach einer Umarmung“

    Ein schönes Bild, auch das!

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  2. mary am meer sagt:

    „treibt totes Holz an einer Sehnsucht

    vorbei“

    das sind meine lieblingszeilen🙂, wie sollte es anders sein?

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  3. ja, hallo 1/2 ungarisch – so ich auch🙂
    schöne art zu schreiben, übrigens!
    szia!

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    • pillangoblog sagt:

      oh, du auch? wurde dir die Sprache mitgegeben? Herzlich Willkommen übrigens hier und danke für dein schönes Feedback. Werd mich auch mal auf deinem Blog umschauen, ein bisschen hab ich schon😉, szia, Lara

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      • nein, leider nicht..damals war das mit der zweisprachigen erziehung noch kein thema und außerdem war mein vater beruflich immer so eingespannt, dass er für uns kinder kaum zeit hatte…zuhause sprachen wir leider nur deutsch.
        aber ich hab es bei meinen ungarischen großeltern gelernt, jedesmal, wenn ich in den sommerferien dort war. hab es spielerisch gelernt, sozusagen, im spiel mit den nachbarskindern dort…usw…
        fließend konnte ich es aber leider nie.
        schade, eigentlich. denn ich liebe diese warm klingende sprache. genauso wie das land, die gerüche, das essen und alles, an was ich mich so erinnere.
        liebe grüße

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      • pillangoblog sagt:

        eine Sprache spielerisch zu lernen ist doch der schönste Weg oder? Fernab von VHS und Unikursen😉 Ich habe auch damals bei meiner Großmutter im Urlaub gelernt, nur leider ist mir die Sprache über die Jahre verloren gegangen…gar nicht so leicht, sich wieder heranzutasten. Ich habe mal ein halbes Jahr „Privatunterricht“ bei meiner Mutter gemacht, doch lernt man doch am besten im Land selbst..ich bin ca. 1x im Jahr da, doch sind ein paar Tage leider recht wenig. Schön wäre ein längerer Aufenthalt, vielleicht 2-3 Monate, um sich mehr zu vertiefen…liebe Grüße!

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  4. Mika sagt:

    Bin fasziniert. Obwohl deine Bilder und Texte so zart sind, sind sie so ungeheuer stark.
    Und stark die Traurigkeit in den Worten…

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  5. Sofasophia sagt:

    sehr sehr sehr berührend, auch wenn dieses adjektiv es überhaupt nicht trifft!
    danke!
    (mail folgt bald mal …)

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    • pillangoblog sagt:

      ich freue mich über deine Worte, auch wenn ich das Gedicht selbst nicht wirklich perfekt finde. Aber wenn ich jedes Mal auf den Zweifler hören würde, dann gäbe es keine Veröffentlichungen mehr, und keinen Austausch mit dir und den anderen, was unendlich schade wäre. Isolation ist zwar sicher, aber eben doch auf Dauer auch einsam…

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  6. mercfalk sagt:

    Sehr schön!

    Ich bin Fan von unberührter Natur, doch gemähter, trockener Rasen ist immer ein riesiges Erlebnis für mich.
    Leider bin ich kein Wortakrobat, doch bei mir hieße dann der Anfang eines Gedichtes so:

    Mäharbeiten, der Wiesen Duft

    erfasst die Seele und bremst die Schritte

    vergangne frohe Zeiten flimmern flüchtig

    sollen bleiben und sind schon

    fort

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    • pillangoblog sagt:

      dein Kommentar bringt mich zum Lachen😉 das trockener Rasen ein Erlebnis sein kann, in den Winkel haben meine Augen noch nicht geblickt. Dein Gedichtanfang gefällt mir übrigens gut, insbesondere das „fort“ in die letzte Zeile zu setzen, gibt dem Ganzen etwas Endgültiges

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  7. mercfalk sagt:

    Lachen ist gut!🙂
    Stimmt aber auch, wenn man sagt „Trockener Rasen ist ein Erlebnis“, dann ist das schon … [mir fällt das richtige beschreibende Wort nicht ein: ulkig, neu, befremdlich etc.].

    Nur weil es mitten in der Nacht war, habe ich mich getraut, meinen Anfang zu posten. Heute würde ich das „und“ im zweiten Vers auch durch ein Komma ersetzen, liest sich dann auch flüssiger.

    Danke für die netten Worte!

    Ich wünsche Dir mehr Zeiten des Lachens als des Weinens
    und grüße mit einem der vielen Namen

    Mercfalk

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