Was tun wenn’s brennt?

Stell dir vor du wachst auf und fühlst dich scheiße. Kein einziger guter Gedanke in deinem Kopf, der Körper am schwächeln und schon die Vorstellung gleich aufstehen zu müssen, lässt dich tiefer unter der Bettdecke verkriechen. Genauso ging es mir heute morgen. Die schöne gute Laune dahin. Von wegen Erleuchtung und so. Gar nichts war mehr „magic„. Und auch die gespürte Freiheit, weg. Alles fühlte sich eng an. Mein Körper, das Zimmer, die Liebe. Zu eng, zu nah, zuviel.

Ich musste weg. Ich kämpfte mit mir. Die bevorstehende Reise, das Putzen und Packen, die immer knapper werdende Zeit. Zeit, nach der ich mich sehnte, Zeit für mich.

Überall Menschen auf den Straßen. Ich lief an Ihnen vorbei. Suchte Raum. Ich dachte an eine Sendung, die ich letztens mit einer Freundin gesehen hatte, eine Frau Ende 20 die „Selbstfindung“ testet und bei einer Schamanin landete. Von Kraftorten war die Rede…das war es was ich suchte, einen Kraftort. Einen Ort, um mich wieder zu sammeln. Kraft zu schöpfen. Nach einer Stunde ziellosem Umhergeirre fand ich einen. Eine Bank mitten in einem winzigen Park mit Blick zur Sonne. Ich setzte mich und schloß die Augen für einen Moment der Stille.

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9 Gedanken zu „Was tun wenn’s brennt?

  1. Wenn man sich sammelt, was sammelt man da eigentlich?

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  2. Mika sagt:

    Die Erprobung der Realität.
    Hoffentlich hat die Zeit gereicht, um dein Gleichgewicht wieder zu finden. Das Gute an solchen Situationen ist, dass man jedes Mal auch die Chance hat, sich zu erinnern, welchen Weg man nehmen muss, um seine Sicherheit wieder zu gewinnen.
    Wenn sich Zweifel breit machen, lies deinen Eintrag vom „schlafenden Passagier“.
    Geht mir auch so, wenn ich das Gefühl kriege, zu wenig Zeit oder Raum für mich zu haben, werde ich schnell panisch und schlag erst mal um mich. Es funktioniert aber von Mal zu Mal besser. Intervall und Heftigkeit nehmen ab.
    Also, lass dich nicht verunsichern. Die Magie kehrt zurück.🙂
    Gute Reise!
    Mika

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  3. pillangoblog sagt:

    Diese Konterreaktion auf das Gute kommt bei mir fast unweigerlich. Ich denke, dass das Gute und Schlechte einfach zusammen gehört, Yin und Yang😉 Auf Manie folgt die Talfahrt in die Depression. Nein, so schlimm ist es nicht. Das schöne Gleichgewicht lasse ich mir nicht so leicht kaputtmachen…Die Flucht nach draußen in die Sonne war auf jeden Fall ein positiver Impuls, dann noch das Tanzen in einer stillen Ecke zu Hause, ein bisschen Yoga, Geige spielen..Arbeiten…Raum ist einfach wichtig, dieses panische Gefühl das du beschreibst, wenn es eng wird, ist schwer auszuhalten. Und kaputtmachen ist so schade.
    Danke für die motivierenden Worte Du!

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  4. Mika sagt:

    Ein Kind das bei seinen ersten Schritten hinfällt, lässt sich auch nicht entmutigen. Ich habe jedenfalls noch keines gesehen, das nicht laufen gelernt hätte, weil es zu schwierig war.😉
    Und du hast genau die richtigen Dinge in deinem Pool, um erfolgreich zu sein.
    Alles Mittel, die dir den nötigen Raum verschaffen, um dich ausreichend zu spüren.
    Ich jedenfalls habe beobachtet, dass meine Panik genau dann auftaucht, wenn ich Angst habe, mich zu verlieren.
    Und grundsätzlich ist das Leben eine Berg- und Talfahrt. Das ist auch gut so.
    Wie bei Antoine de Saint-Exupéry zu lesen ist (sinngemäß): Wer die Raupe nicht erträgt, der wird den Schmetterling nie kennenlernen.
    Es ist mir eine Freude, dich an das zu erinnern, was du ohnehin weißt!🙂

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  5. Sofasophia sagt:

    ach, ja, so einfach wäre es. wie schade, dass wir es so oft vergessen. und anderes für wichtig halten.
    danke für den input und gutes sein.

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  6. Sherry sagt:

    War es ein Kraftort? Ich habe mich in dieses Wort verliebt. Kraftort … Diese Tage sind anstrengend, oft kommen sie, wenn Veränderungen anstehen, irgendetwas, das einen überfordert, weil man eigentlich noch in den Nachwehen einer anstrengenden Zeit liegt, auch wenn man es verdrängt.

    Hoffentlich geht es dir bereits besser. Wenn man sich sammelt, sammelt man vielleicht seine Silhouetten, die einem Sicherheit geben und sagen, dass man „Ich“ ist, eine Person, abgegrenzt und fähig, Energie aufzuladen.

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