Rauchzeichen aus dem Ashram

O.k. ich habe 5 Minuten bevor der Internetstore schliesst, also so kurz wie irgend moeglich: Ich mag den wahnsinnig suessen indischen Chai, die Monsterkroeten die mich am Abend mit ihren moenchartigen Gesaengen in den Schlaf wiegen, die Nebelwand, die sich morgens umd halb sechs zwischen Huegelketten hindurch in das Tal von Talwade schiebt, Mrs. Gandlik, die uns in mit ihren 75 Jahren mit brennender Leidenschaft in die heilige Schrift, Sanskrit, einweiht. Und: ich habe mich in das Singen von Mantren verliebt. Eine voellig neue Erfahrung fuer mich. Den Koerper durch die Vibrationen der Klaenge von innen heraus zu spueren und den Geist nicht wandern zu lassen, sondern ihn an das Mantra zu koppeln.\

Ja, es gibt auch wahnsinnig viel, was mich aufregt: wenn der Wecker morgens um 5 klingelt, es zum zehnten Mal hintereinander Reis mit Mung Dal gibt, der Monsoon mich mit Massen an Wasser ueberschuettet, oder der indische Lehrer mit uns Hinglisch spricht und ich kein Wort verstehe. Aber das sind Peanuts, oder?

 

Getaggt mit , , , , , , , ,

15 Gedanken zu „Rauchzeichen aus dem Ashram

  1. Sherry sagt:

    Du weißt gar nicht, wie sehr ich dich beneide und bewundere zugleich. Ich würde das so gerne tun, in ein Ashram, weit weg, einfach diese Reise wagen, einfach diese verdammte Reise wagen ohne etwas zu wissen, zu können, zu haben. Ich beneide dich so sehr, Pillangó. Mein Gott, bist du mutig! Du musst mir erzählen, wie man so etwas bucht und ob man auch mit seinem Lebensgefährten dahin darf. Und so Sachen halt. Bald.

    Gefällt mir

    • pillangoblog sagt:

      Diese Reise…. Sherry, ich kann es noch gar nicht in Worte fassen…sie hat mich einmal komplett durchgeschüttelt. Und langsam setze ich mich wieder zusammen..bald werde ich darüber schreiben können, hoffentlich. Es ist nur soviel! So viele Eindrücke, Gedanken, Bilder, Fragen, keine Reise bislang hat so viele aufgeworfen, und so viele beantwortet…
      Ich kann dir nur sagen, mach diese Reise! So krass und schwierig und chaotisch es auch sein mag, es gibt dir soviel Schönes und Echtes, du findest wieder Boden unter den Füßen…
      man darf auch mit dem Lebensgefährten kommen, nur heisst das getrennte Schlafräume und keine „Intimitäten“…aber wenn man dafür erleuchtet wird…;-)

      Gefällt mir

  2. Mika sagt:

    😉 Weil ich dich nicht nur beneiden will, hab ich mir gleich mal Mantras zum Singen gesucht. Außer: „om mani padme hum“ kenne ich ja nichts. Was sagt denn deine Mrs. Gandlik, muss man die Texte, die man singt, nun verstehen, oder muss das nicht sein?
    Hier ist man sich darüber nicht einig.
    Am meisten beneide ich dich wohl um die praktische Unterstützung.
    Erleuchteten Aufenthalt!😉

    Gefällt mir

    • pillangoblog sagt:

      das om mani padme hum kenne ich nun wiederum nicht😉 weißt du was es bedeutet?
      Mrs Mandlik meint, dass es nicht unbedingt um die Bedeutung des Mantras geht, auch wenn du sie nicht begreifst, hat das Chanten eines Mantras eine heilende Wirkung auf dich. Es geht darum, den Körper von innen zum schwingen zu bringen, im Sanskrit gibt es bestimmte Laute, Silben die den Einsatz des gesamten Mund-Zunge-Gaumen-Rachen-Raums erfordern und Melodien, die vom tiefsten Bauchraum bis in den Kopf hineinklingen…wenn du z.B. das Om chantest, das aus den Lauten A-U-M besteht, bringst du anscheinend deine gesamte Wirbelsäule (alle 33 Wirbel) von unten nach oben zum vibrieren😉 klingt schräg, oder? Auch wenn ich das alles nicht ganz begriffen habe, konnte ich doch immer wieder die Wirkung des Singens spüren…Übrigens sind Mantren auf Sanskrit nicht zwingend erforderlich, die heilige Sprache wird zwar empfohlen, weil sie alle Punkte im Mund“ miteinbezieht und trainiert, aber du kannst auch deine eigenen“ Mantren“ kreieren, die dir sinnvoller erscheinen. „Create sound in your body, you will get energy.“ (O-Ton Tae Mandlik)

      Gefällt mir

      • Mika sagt:

        Schön, dass du wieder da bist!🙂 Nach dieser Reise kann ich mir gut vorstellen, dass du Zeit brauchst, um dich zu sammeln und zu ordnen…
        Ich freue mich auf deine Berichte.
        Was „om mani padme hum“ bedeutet, wusste ich nur in einer ganz groben Fassung: Vom unheiligen Zustand in den heiligen kommen {meine Worte!}, vom unreinen in den reinen, aber ich hab hier eine ausführliche Erklärung gefunden:
        http://www.lengerke.de/term/mani.htm
        Ganz interessant finde ich, was du über das chanten erzählst… ich habe früher ganz oft, wenn es mir nicht so gut ging, so was Ähnliches gemacht. Habe nicht Silben gesungen, aber so eine Art Brummton erzeugt, da spürte ich die Vibration auch sehr durchdringend und das hat mich sehr beruhigt und ich habe mich wesentlich besser gefühlt.
        Ich werd da ein wenig experimentieren.🙂

        Gefällt mir

      • pillangoblog sagt:

        Weißt du was? Im Yoga gibt es sogar eine Atemübung, Brahmari, die „Biene“, bei der du diesen Brummton erzeugst. Das Brummen wirkt tatsächlich beruhigend auf Geist und Nervensystem🙂 du Yogini du!

        Gefällt mir

  3. Sofasophia sagt:

    hab grad heute feste an dich gedacht und nun endlich les ich mal wieder blogs. schön deine ehrlichkeit …
    habs gut!

    Gefällt mir

  4. Benett sagt:

    Hey, wie die praktische Planung deines Trips aussah, würde ich auch gerne wissen. Aber für den Moment wünsche ich dir erst mal eine tolle Zeit!

    Gefällt mir

    • pillangoblog sagt:

      Hey Bennett, danke für deine guten Wünsche! Hatte auf jeden Fall eine spannende Zeit und bin mit einem Koffer voller Erfahrungen heimgekehrt. Was genau interessiert dich denn?

      Gefällt mir

      • Bennett sagt:

        Hi, ich glaube, ich wäre komplett überfordert mit der Planung…interessant zu wissen, finde ich zum Beispiel, wie lange im Voraus du die Reise geplant hast und wie viel du investiert hast in deinen „Erleuchtungstrip“ ;)…

        Gefällt mir

      • pillangoblog sagt:

        meine Vorbereitung als „Planung“ zu bezeichnen wäre wohl etwas übertrieben😉 Kurs und Flug habe ich innerhalb von wenigen Minuten am Sylvesterabend gebucht und ansonsten beschränkte sich meine Vorbereitung auf die Buchung eines Hostels für die 1. Nacht in Mumbai und den Transfer zum Ashram. Ich plane generell ungern zuviel im Vornhinein, weil ich mich gern überraschen lasse und es vor Ort sowieso immer anders ist als erwartet…Unser Yogi meinte, man solle am besten mit leerem Koffer anreisen, dann könne man ihn vor Ort mit Erfahrungen füllen… Was die Reise gekostet hat? Hmm, der Flug 570 EUR, Yoga Teacher Training (ink. Unterkufnt und Verpflegung) 800 Euro + 250 Euro Sonstiges…

        Gefällt mir

  5. mercfalk sagt:

    Schön, wieder von Dir zu hören und ich finde es auch super, dass Du positive UND weniger schöne Seiten nennst. Insgesamt scheint es ja richtig toll zu sein und ich wünsche Dir, dass der weitere Aufenthalt in Indien so toll bleibt.🙂

    Gefällt mir

    • pillangoblog sagt:

      Wie schon weiter oben in den Kommentaren erwähnt, halten das Gute und Schlechte sich anscheinend doch immer die Waage. Und das ist auch gut so😉 Meld mich bald mit Bildern! Und vielleicht auch ein paar Worten. ..

      Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: