Ganesha. Ein Anfang.

Was tue ich mich schwer! Seit über einer Woche bin ich wieder im Lande und schleiche auf Zehenspitzen um meinen eigenen Blog herum. Wie gern würde ich meine Reiseerfahrungen, die Bilder, Gedanken und Schnipsel zu einem stabilen Päckchen zusammenschnüren, und es mit einem Klick ins Netz zu euch schicken. Doch Indien lässt sich irgendwie nicht so einfach fassen. Und dann auch noch der Ashram, das Yoga, die Erleuchtung, mannometer.

Auf der Suche nach einem Anfang wühle ich mich durch ca. dreihundert Fotos, Tonaufnahmen und krakelige Tagebucheinträge. Ich bleibe an einem Elefantenkopf hängen. Ganesha (siehe Foto), der Weise mit dem Rüssel. Und der heimliche Star unter den Hindugöttern. Ist er doch Überwinder aller Hindernisse und: Herr allen Anfangs. Hindernisse. Genau, denke ich, es sind Hindernisse, die mich behindern, Hindernisse in meinem Kopf die verhindern, dass sich diese Reise zu einem Gesamtbild zusammenfügt. Hindernisse die verhindern, dass ich einen Anfang mache. Verdammt. Die Hilfe von Ganesha, könnte ich gerade echt gebrauchen. Aber der ist in Indien und segnet Häuser und ich bin im Prenzlauer Berg und sitze in unserer Zweiraumwohnung. Irgendwie würde so ein Elefantenkopf hier auch nicht so recht ins Wohnzimmer passen. Aber in meinen Kopf. Haha! Also, lieber Ganesha, falls du zwischendurch Zeit und Lust hast, schnipst du dann kurz rüber und hilfst mir bitte, die Hindernisse in meinem Kopf zu „beseitigen“ damit ich endlich mit dem Schreiben loslegen kann? Ja?

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13 Gedanken zu „Ganesha. Ein Anfang.

  1. Mika sagt:

    Tja, so Anfänge sind manchmal etwas holprig. Aber das macht nichts.
    Vielleicht sagt dir der weise Ganesha, lass dir Zeit. Analysiere nicht, sondern fühle.
    Hast du versucht zu zeichnen? Dabei gelingt es dir vielleicht besser, die Dinge ans Licht zu holen?

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  2. pillangoblog sagt:

    Stimmt, im Denken kann man sich schön selbst blockieren. Ans Zeichnen habe ich gedacht, jetzt nur noch darauf einlassen.. und Zeit finden, oder einräumen.

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  3. Sofasophia sagt:

    hach, wie schön, dass du dich wieder meldest. ich spür dich gut. mir gehts nach nur fünf tagen in dtld. so ähnlich mit dem ums-blog-herum-tänzeln. und doch natürlich total anders. ich fragte mich beim lesen grad, ob du dir da nicht ein wenig zu viel vornimmst. ich meine: wer kann schon diese vielen erlebnisse in ein kompaktes bündel schnüren? wieso machst du nicht einfach ein paar kleine bündelchen. ein paar ausschnitte daraus? letztlich wäre ja sogar das kompaktes all-in-one-bündel nur ein ausschnitt. und jedes leben ist ein ausschnitt vom grossen ganzen. hach, ich werde ganz metaphysisch wie ich mir da vorstelle, wie es dir ergangen ist. auf allen ebenen herausgefordert.
    nimm dir zeit bei deinem blogtanz und, wie mika sagte, vielleicht gehts ohne zu viel zu denken einfacher?
    herzlich, soso

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  4. pillangoblog sagt:

    Tänzeln und Tanzen, Malen und Zeichnen. Statt Denken. Das klingt gut und macht vermutlich mehr Laune als das Gedankenkarussel. Danke liebe Soso und Mika für Eure Anregungen! Werde mich jetzt ans Ausschneiden und Verpacken machen😉

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  5. Sherry sagt:

    Was für ein tolles BIld, was für Farben, was für Eindrücke. Obwohl du nicht in Worte fassen kannst, fühle ich die Wucht hinter den Worten. Aber du wirst darüber schreiben, sobald sich die Eindrücke beruhigen und sich wartend und liebevoll auf deine Seele setzen.

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    • pillangoblog sagt:

      „liebevoll auf deine Seele setzen“, wunderschön formuliert, Sherry. Es geht wohl doch immer wieder um den „liebevollen Umgang“ mit sich selbst, sich Zeit geben anzukommen, zu verarbeiten und zu wachsen. Danke für den Input!

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  6. scarlett sagt:

    Das Bild ist wirklich toll, die Farben, wie sie ineinanderfliessen und doch voneinander gut abzugrenzen sind.

    Vielleicht solltest du Ausschnitte malen oder darüber schreiben. Wie in einer Collage, in der die einzelnen Teile auch nur (scheinbar bedeutungslose) Schnipsel zu sein scheinen und doch gemeinsam ein Ganzes bilden, das für sich in seiner Vollständigkeit, aber auch in seinen Fragmenten wirkt.

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    • pillangoblog sagt:

      Scarlett, danke für deine Worte. Das Bild ist allerdings nicht von mir. Es ist ein Foto von einer Wandbemalung. Ich habe es im Ashram aufgenommen, weil ich von den intensiven Farben und dem Motiv begeistert war. Auf meinen täglichen Spaziergängen um das Gelände blieb ich jedes Mal daran hängen…Gemalt habe ich selbst das letzte Mal vor Indien, auch geschrieben, irgendwie habe ich einfach nur erlebt, erfahren und gesammelt. Seltsam ohne diese schriftliche und gestalterische Reflexion bzw. Fixierung des Erlebten. Auf der einen Seite fehlt mir diese zweite Instanz, auf der anderen Seite ist es aber auch schön, sich einfach nur durchs Leben treiben zu lassen…Trotzdem, ich freue mich auf das Zusammenkleben und Collagieren der Schnipsel😉

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  7. Schön, dass wir wieder von Dir lesen dürfen! Wir können maximal ahnen, was bei Dir in Herz, Geist und Seele und im Kopf rumgehen mag. Wie schön, eigentlich, dass es noch nicht so richtig raus kann, dass alles noch eine Weile ganz bei Dir bleiben mag.
    Irgendwann muss und will es sicher raus, aber dann sind wir sicher immer noch hier!
    LG dm und mb

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  8. pillangoblog sagt:

    Vielen Dank für eure einfühlenden Worte liebe dm und mb, ich mag: „dass alles noch eine Weile ganz bei Dir bleiben mag“ – fast wie ein Kind, dass noch ein wenig Schutz sucht, bevor es sich losmacht…
    und ich hoffe ganz arg, dass ihr dann noch da seid! Freu mich immer sehr, von euch zu lesen, hier und im eigenen „haus“. LG, Lara

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