Schlagwort-Archive: Gedicht

19. Dezember

Unruhe mäandert durch das Tal

die Stirn in Falten die Wangen fahl

die Hände graben tief in feuchten Taschen

suchend nach Resten

verschütteter Zeit

von Zeit zu Zeit blitzen blaue Augen auf

irgendwo

im Schatten der hölzernen Berge

Advertisements
Getaggt mit , , , , ,

Girlanden ranken sich um deine blinde Haut

Die Füße irgendwo in der Erde vergraben

die bunten Augen heimlich zugenäht

und alle Bühnen der Welt applaudieren der Frau

der Frau die auf Stelzen

steht

Getaggt mit , , , , , , , , ,

Spaziergang

Mäharbeiten, die Wiesen kahl

rasiert und kurzgeschoren die Schritte

trittfeste Gehwege auf denen sie heut‘ verhallen, unerkannt

wollen sie bleiben und flüchtig

Abschied nehmen

 

Wind im Wasserspiegel und welkes Laub

im Teich treibt eine Seerose achtlos

treibt totes Holz an einer Sehnsucht

vorbei

 

Wilder Rhabarber am Wegrand

doch blutleer mein Ginster

und die Trauerweiden sehnen sich

nach einer Umarmung

 
Getaggt mit , , , , , , , ,

Undurchschaubar

Hiebgeburt eines Gedanken

windet sich splitterfaserig auf deiner Netzhaut

der Morgen sehnt sich

ein eifriges Verlangen nach Durst

dein Mondsee

trockengelegt.

 

Silberkugeln am Hang

einer wird sie hinaufrollen

bevor ein anderer damit spielt.

Getaggt mit , , ,
Advertisements