Schlagwort-Archive: Morgenseiten

Morgenseiten

welche geschichte. welches wort. bin ich in mir oder außer mir. bin ich verloren oder habe ich mich gefunden. welche wunden muss ich stopfen. mit welchem verschluss mich öffnen? ohne verdruss verlustieren. die einfrierende lust am leben. erheben wir uns gegen uns oder mit uns dagegen. konserviert. dafür die liebe in meiner gunst, unbeholfen. wolf klopft an meine tür: wer hier, wer was. and now i know what a free step is, vorwärts, you never know what you are looking for until you found it. gedankenmüll. müll trennen muss ich. alles muss and everything has changed in myself a transformation is taking place. left our floor. lift up. schreiben um zu leben. leben durch das schreiben. du selbst sein. wer bist du nur, bin ich? ein therapiegespräch. bin ich das mädchen auf der wolke, oder die kriegerin auf dem hügel? bin ich der kleinste funke und das universum? ich bin eine feder. in meinem blickfeld gummi und das blut der yucca-palme.

 Morgenseiten. So nennt Julia Cameron diesen automatischen „Gedankenmüll“ den man morgens ohne nachzudenken auf Papier bringt. Andere nennen es „automatisches Schreiben“. Ein Schreiben, das streng dem Bewusstseinsstrom folgt, ohne den inneren Zensor zu Wort kommen zu lassen. Ich habe die Morgenseiten eine Zeitlang regelmässig geschrieben, jeden Morgen nach dem Aufwachen meine Gedanken auf drei Seiten fließen lassen. Und ich tue es ab heute wieder.  Denn es ist eine wundervolle Technik, um die  Kreativität zu aktivieren und sich von dem ganzen Gedankenwust zu befreien, der bewusst und unterbewusst in uns umherwabert. Das schöne an den Morgenseiten ist: es gibt keine falsche Art, sie auszuüben, denn sie sind nicht als „Kunst“ gedacht. Wobei manchmal ganz interessante Texte dabei entstehen können…
Advertisements
Getaggt mit , , , , , ,