Schlagwort-Archive: Schönheit

Cilento

Schmetterlinge in allen Farben die um mich herum tanzen. Im Sonnenlicht schimmern silbrig die Fäden, die die Weberinnen zwischen den Olivenbäumen gesponnen haben. Aus allen Himmelsrichtungen dringt das Zwitschern der Herbstvögel und legt sich wie ein beruhigender Schleier um diesen Ort.

Ich kann die tanzenden Bewegungen des kleinen Zauberjungen in meinem Bauch spüren. Versuche diesen Moment einzufangen, zu begreifen. Doch am Ende sitze ich einfach da und beobachte, schaue, höre, spüre das Leben in mir und um mich herum. Die flatternden Bewegungen in meinem Bauch, die über die Monate zu einem klopfenden Tock Tock gewachsen sind und die mich immer noch in Staunen versetzen. Das Summen der Falter und Fliegen, das sanfte Nicken der Grashalme, das ferne Dröhnen der Mäharbeiten von lokalen Bauern. Die gruselige Schönheit der Moskitos mit ihren schlangenartig gecheckten Körpern, die mich umkreisen und auf einen unbeobachteten Moment warten. Unten rauscht das Wasser den kleinen Bach entlang, über Felsen, Steine, lässt kniehohe klare Seen entstehen in die wir unsere nackten Füße sinken lassen.

Ich bin glücklich hier zu sein – nach unserer Tour durch bunte, laute, italienische Städte – inmitten der Berge des Cilento-Nationalparks. Im Steinhaus mit Wildgarten und Wasser rundherum, wirklich wie erträumt. Auf dem Gasherd köchelt eine Suppe aus roten Linsen und es gibt nichts zu tun. Außer das was ich wirklich tun möchte. Tage voll Lesen, Schreiben, Yoga, Meditation, Baden im Meer und Wanderungen in den Bergen liegen vor mir. Und ich bin unendlich dankbar dafür.

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Indien. Eine Umarmung.

An der Flugzeugtreppe. Indien haucht mir seinen feuchten, heißen Atem ins Gesicht. Ich schmecke Zimt und Kurkuma. Oder ist es Helge Timmerberg, der mir seine Wahrnehmungen ins Ohr flüstert? Mein Blick geht nach oben. Am Himmel ein Mond der in Dampf badet. Warten auf den Bus. Langsam weicht die Stille in mir. Ein leises Kribbeln. Jetzt kommt die Angst, denke ich. Ich spüre in mich hinein, lasse meinen Blick wandern, zu Lunge, Herz, Bauchraum, wundere mich. Da ist keine Angst, kein leiser Anflug von Panik. Da ist nur Müdigkeit, und dieses leichte Kribbeln. Vorfreude.

Im Taxi lasse ich mich vom Fahrtwind tragen. Vorne sitzen zwei Inder, denen ich mein ganzes Vertrauen schenke. Ich spüre das weiche Leder unter meinen Handflächen. Durchs offene Fenster reicht Indien mir seine Hand. Ich schüttele sie. Weich ist die Haut, hart der Händedruck. Auf meiner Iris tanzen Bilder: Wellblechhütten, Leuchtstoffröhren, bunte Saris. Nackte Füße, Menschen. Viele davon, schwarzäugig, schlafende Kühe. Zerschlissenes Leinen, dreckig. Neonreklame auf Beton, Palmen. Ich atme ein, fremde und vertraute Gerüche, beißende, üble, sanfte, zärtliche. In meinen Ohren immer wieder das Stottern und Hupen der TukTuks. In mir drin sanfte Wogen. Nicht der Angst, der Vorfreude. Vielleicht ist da sogar ein bisschen Stolz. Ich spüre das weiche Leder unter meinen Handflächen, und lasse mich in eine Umarmung fließen.

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Apfelbaum und Lady

Ich habe das Gefühl ich bin wieder fünf Jahre alt. Ich sitze zu Hause an meinem Kinderschreibtisch – draußen scheint die Sonne – und male mich neben einem Baum oder meine Mutter neben einem Baum während Bibi Blocksberg von Kassette den Hintergrund beschallt…

Hier meine Variationen von Apfelbaum und Lady nach der Hintergrundmusik von Nick Drake und The Shins. Mein Eindruck: ein banaler Kopierer kann wundersame Effekte erzielen.


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Einfachheit und Hingabe. Maia Helles, 95, in ihrem Haus in NY.

Cheekytree

I believe that the secret to a long, happy life lies in simplicity and beauty and this short film reaffirms that belief.

Shot in Fire Island, New York, this inspiring short film (4 min. 23 sec) created by artist and filmmaker Julia Warr captures the secrets of eternal youth as Maia Helles, a Russian ballet dancer turns 95 but still remains resolutely independent, healthy and as fit as a forty year old.

 “My secret to long life is simplicity, work and enjoyment.” Maia Helles

Maia’s beauty shines not only from within, but inhabits her home and everything she makes. She’s my kind of role model.

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