Wintersonnenwende

Wind und wie er atmet. Die Kuppel des Universums über dir. Blinkende Lichter darin, Sturm, Hagel, Stille. Die Zeit fällt aus sich selbst heraus. Deine Träume so wach. Glitzernder Nebel und der Schleier der sich um dich legt. Sanft und voller Klang. Das neue Jahr blinkt in deinen Poren. Und am Horizont zeigt sich zaghaft das Licht der Welt.

Sternenmädchen

*Sternenmädchen* by pillangó 2014

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Ein Appell

Lara:

Ein Appell von Sherry Iranique auf ihrem Herz-im-Kopf-Blog, den ich heute re-bloggen möchte. Weil Sherry klare Worte findet für eine Entwicklung, zu der ich bislang geschwiegen habe. Weil es mich und jeden Einzelnen betrifft. Jeden der schweigt, verharmlost, wegschaut. Danke für diesen Appel, der hoffentlich von Euch weitergetragen und diskutiert wird.

Ursprünglich veröffentlicht auf Herz im Kopf Blog:

Kleine dunkeläugige Kinder haben Angst. Sie fragen ihre Eltern, ob sie nun weg müssten. Auch wir haben ein ganz mulmiges Gefühl, das Selbe, das wir hatten, als wir uns damals, als wir nach Deutschland kamen, mit dem Nationalsozialismus beschäftigen mussten. Der Lehrplan erforderte all die tragischen Biografien, die Entwicklungen menschlicher Interaktion und Beeinflussung, wie es mit kleinen Vorurteilen begann und wie schnell daraus Hass wurde. Wie schnell dieser Hass zum schweigenden Abnicken größter Verbrechen wurde. Auch damals schwieg man, weil viele dachten, Nachbar Meyer würde all das auch für richtig halten, also musste es richtig sein.

Im Moment wissen viele meiner Freunde und Kollegen nicht, wie wir uns fühlen. Sie selbst neigen dazu, diesen “Haufen Irrer in Dresden” nicht ernst zu nehmen. Aber fünfzehntausend, das ist nicht nur eine abstrakte Zahl, das ist eine Menge, in der man untergehen kann. Sie verstehen noch nicht, dass wir uns nicht verstecken können…

Original ansehen noch 591 Wörter

19. Dezember

Unruhe mäandert durch das Tal

die Stirn in Falten die Wangen fahl

die Hände graben tief in feuchten Taschen

suchend nach Resten

verschütteter Zeit

von Zeit zu Zeit blitzen blaue Augen auf

irgendwo

im Schatten der hölzernen Berge

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Das Rauschen unter Gullideckeln – Re-Blog 2011

Ich scanne weiter durch die Texte der letzten Jahre, die gedachten Gedanken, gemalten Bilder, Tagebucheinträge. Und bleibe an diesem hier hängen. Wohl weil es ums Laufen geht. Ums Hinterherlaufen. Der Zeit hinterherlaufen. Zeit, die mir jedes Jahr auf Neue zu Weihnachten davonzulaufen scheint. Zeit, die dieses Jahr besonders schnell ist. Da nach dem ganzen Familienweihnachtstrubelgedöns im neuen Jahr mein erstes Kind geboren wird. (UNGLAUBLICH) Und ich schließlich vorher noch all das erledigen muss, was muss. Also alles quasi. 


Das Rauschen unter Gullideckeln – 18. Juli 2011, Dresden

Ich rannte durch den Wald. Bäume, Büsche, Himbeersträucher zogen an mir vorbei und in meinem Kopf zogen die Gedanken und kämpften um ihre Priorität. Was ich nicht alles vor hatte. Was ich nicht alles vor hatte….vorgehabt hatte….noch vor hatte, hätte ich mehr Zeit, hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich die Zeit sinnvoll genutzt…würde ich die Zeit sinnvoll nutzen und nun? Rannte ich durch den Wald obwohl die Zeit drückte und ich noch so viel vorhatte…

…soviel Jobsuche, Kistenpacken, Kuchen backen, Geschichten schreiben – soviel Netze legen und Netze pflegen – soziale und finanzielle Netze jeglicher Art pflegen- soviel gesünder werden und gesünder essen soviel Sport machen und fitter werden soviel… ich rannte doch! Ich rannte durch den Wald und ich rannte und wurde fitter und dachte, dachte nach und war in Gedanken und war mir immer einen Schritt voraus, war immer schneller schneller als mein letzter Gedanke hetzte durch den Wald. Stolperte.

Ein Ast brachte mich zu Fall und ich stand wieder auf und ich lief und stoppte. Ich hielt an an einem Gullideckel mitten im Wald und lauschte. Lauschte dem Rauschen unter dem Deckel dem Rauschen von Wasser das unter mir durchfloß ich war erstaunt und lauschte. Dem Rauschen unter dem Gullideckel dem Rauschen der Prießnitz die neben mir floß dem Flüstern der Gräser den Balzrufen der Vögel. Dem Klingen der Hundemarken an den Halsbändern der Hunde, dem Scharren ihrer Pfoten, den Pfiffen der Herrchen, dem fernen Rauschen der Stauffenberg Allee.

Ich dachte darüber nach dass ich mich wohl in dem Augenblick im Jetzt befand und wie schön das doch war und dann fiel mir wieder ein was ich nicht alles vor hatte und wollte wieder los laufen doch

da zerschnitt ein Sonnenstrahl mir den Weg.


Dieser Sonnenstrahl machte mir auch heute am frühen Morgen einen Schnitt durch die Laken. Und schickte mich auf einen Café zu Ulli in das blaue Café Weltenall. Wo ich bei einer Tasse Tee erstmal zur Ruhe kam bevor der Tag und die Zeit und überhaupt All-Das wieder losrennen konnte. Danke dafür.

Das Mädchen, der Rabe und das OM

Rabe, Om, Mädchen

Anfang diesen Jahres schrieb ich einen Brief an das Universum. Mit schwarzer Tinte zur Vollmondnacht. Jetzt fiel mir der Brief wieder in die Hände. Ich war überrascht auch eine kleine Zeichnung darauf zu finden. Ein Mädchen mit langem schwarzen, ungekämmten Haar. Ein Rabe in ihrer Brust. Daneben das OM. Eingerahmt von Begriffen wie “Earth” und “Me“.

Ich trage es die Tage in meinem Kopf herum, dieses Bild. Und rätsele zu seiner versteckten Symbolik. Das OM als Zeichen der Unendlichkeit, Einheit von Körper, Geist, Seele, der Urklang des Universums. Das Mädchen mit dem schwarzen Haar, eine neuzeitige Momo oder kleine Hexe. Der Rabe. Ein Spirit der zwischen den Welten wandert, Bote des Jenseits und der Magie. Das Ich, die ewige Suche. Entfremdung, Selbst-Werdung und Gestaltung. Im Kontext der Erde, die uns alle trägt.

Ich frage mich, was dieses Bild noch so zu Tage fördert zum Jahresende – oder zur nächsten Vollmondnacht.

Was seht Ihr?

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