Schlagwort-Archive: Poesie

Konfetti im Regen

Blütenkonfetti

Und dann fährst du durch die graue Stadt
Gesichter die durch die Scheiben hindurch zerfließen
im Regen sitzt du spürst wie die Nässe durch deine Poren kriecht du atmest
Prana in deinen Bauch hinein und lässt es einen Moment dort
wirken am Ursprung deines Seins
da wo der Mond reinleuchtet wenn er voll ist und
die Sonne aufgeht wenn du sie nur lässt
und du denkst an diese Schlange die da irgendwo im Mooladhara Chakra liegt
träumend und darauf wartet dass du sie wachküsst
darauf wartet aus ihrem 1000 jährigen Schlaf zu erwachen
um dann mit der ganzen Power des Universums die in dir steckt deine Wirbelsäule hinauf zu steigen
durch alle 7 Chakren sich hindurchzuwinden und dich endlich
mit dem Wissen zu erleuchten, dir bewusst zu machen
dass du und ich eins sind
und wir alle miteinander in dieser verrückt unendlichen Ewigkeit
verbunden sind in Liebe
und während du das denkst sitzt du
im Regen und fährst durch die graue Stadt
Gesichter die im Regen zerfließen
und Du atmest aus und denkst
an das Konfetti das ungeöffnet in Deiner Schublade liegt und wie gern du es in die Luft werfen würdest
hier und jetzt im Regen
den grauen Fassaden und zerfließenden Gesichtern
entgegen

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Wo ich bin – Poetryletter #294 April

Poetryletter April #294, Illustration: pillangó 2015

Poetryletter April #294, Illustration: pillangó 2015

Seit über 2 Jahren freue ich mich immer wieder über die schön gestalteten Poetryletter von dem Literaturportal Fixpoetry, die monatlich in meinem Mail-Postfach landen. Nun durfte ich selbst Hand anlegen und das Gedicht von Stephan Turowski „Wo ich bin“ für den April Poetryletter illustrieren.

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Wintersonnenwende

Wind und wie er atmet. Die Kuppel des Universums über dir. Blinkende Lichter darin, Sturm, Hagel, Stille. Die Zeit fällt aus sich selbst heraus. Deine Träume so wach. Glitzernder Nebel und der Schleier der sich um dich legt. Sanft und voller Klang. Das neue Jahr blinkt in deinen Poren. Und am Horizont zeigt sich zaghaft das Licht der Welt.

Sternenmädchen

*Sternenmädchen* by pillangó 2014

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19. Dezember

Unruhe mäandert durch das Tal

die Stirn in Falten die Wangen fahl

die Hände graben tief in feuchten Taschen

suchend nach Resten

verschütteter Zeit

von Zeit zu Zeit blitzen blaue Augen auf

irgendwo

im Schatten der hölzernen Berge

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Irgendwie Aufwachen

An der Oberfläche schimmert blass der Morgen

der Traum schlägt seine Augen auf

Lichtspuren an Textil irgendwo

summender Moll

und die Haut steht in Kontakt mit sich selbst

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