Archiv der Kategorie: Poesie

Die Alte und das Mädchen

*Die Alte und das Mädchen* by pillangó

*Die Alte und das Mädchen* by pillangó

Die Krone der Weisheit hat sie sich aufgesetzt
lila schimmert sie durch die Poren ihrer Haut
sagt jene Frau
doch das Mädchen läuft immer noch durch den Wald
suchend, tastend, verirrt sich hier und dort auf Lichtungen
um ihre Füße einzugraben und beobachtet – mit angehaltenem Atem – staunend die zarten Bäumchen die hier und dort dem Licht entgegen wachsen
verschüttet plötzlich Wasser reißt die Füße wieder heraus aus der feuchten Erde läuft suchend weiter, rennt schneller, kommt außer Atem, lässt sich hier und dort in eine Umarmung sinken, schläft,
wacht wieder auf klettert alte Bäume empor um für einen Augenblick den Himmel zu sehen
so klar und kühl und voll glitzernder Sterne
sitzt unter der Kuppel des Universums und beobachtet – mit angehaltenem Atem – staunend die Unendlichkeit
sieht nicht das Licht, das klar und kühl und lilafarben
durch ihre Haut schimmert

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Lichte Nacht

Schnee auf den Dächern. Die Stadt endlich zugedeckt.
Stille in den Laken
und auf deinen Schemel setzt sich leise das Jetzt.
Noch einen Hauch von Vergangenem in deinem Atem,
mit einem Wimpernschlag davon geweht.

Später wirst du hinausgehen in den Morgen.

Deine Füße werden Spuren hinterlassen.

Solange bis wieder einer den Asphalt freilegt.

Foto by pillangó 2014

Foto: pillangó 2014

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Wintersonnenwende

Wind und wie er atmet. Die Kuppel des Universums über dir. Blinkende Lichter darin, Sturm, Hagel, Stille. Die Zeit fällt aus sich selbst heraus. Deine Träume so wach. Glitzernder Nebel und der Schleier der sich um dich legt. Sanft und voller Klang. Das neue Jahr blinkt in deinen Poren. Und am Horizont zeigt sich zaghaft das Licht der Welt.

Sternenmädchen

*Sternenmädchen* by pillangó 2014

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19. Dezember

Unruhe mäandert durch das Tal

die Stirn in Falten die Wangen fahl

die Hände graben tief in feuchten Taschen

suchend nach Resten

verschütteter Zeit

von Zeit zu Zeit blitzen blaue Augen auf

irgendwo

im Schatten der hölzernen Berge

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Irgendwie Aufwachen

An der Oberfläche schimmert blass der Morgen

der Traum schlägt seine Augen auf

Lichtspuren an Textil irgendwo

summender Moll

und die Haut steht in Kontakt mit sich selbst

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