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Die Alte und das Mädchen

*Die Alte und das Mädchen* by pillangó

*Die Alte und das Mädchen* by pillangó

Die Krone der Weisheit hat sie sich aufgesetzt
lila schimmert sie durch die Poren ihrer Haut
sagt jene Frau
doch das Mädchen läuft immer noch durch den Wald
suchend, tastend, verirrt sich hier und dort auf Lichtungen
um ihre Füße einzugraben und beobachtet – mit angehaltenem Atem – staunend die zarten Bäumchen die hier und dort dem Licht entgegen wachsen
verschüttet plötzlich Wasser reißt die Füße wieder heraus aus der feuchten Erde läuft suchend weiter, rennt schneller, kommt außer Atem, lässt sich hier und dort in eine Umarmung sinken, schläft,
wacht wieder auf klettert alte Bäume empor um für einen Augenblick den Himmel zu sehen
so klar und kühl und voll glitzernder Sterne
sitzt unter der Kuppel des Universums und beobachtet – mit angehaltenem Atem – staunend die Unendlichkeit
sieht nicht das Licht, das klar und kühl und lilafarben
durch ihre Haut schimmert

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Ecriture automatique II

Meinen Traum noch flüchtig auf der Zunge. Verblasst zunehmends. Bilder Worte, ein leichtes Gefühl am Morgen. Trief nasse Haarwurzeln füttern meinen Bauch. Gefühlte 37 Grad im Raum

im Kaffeeduft glitzert deine Nähe zu mir. Ich liebe dich wenn du am morgen aufstehst dich anziehst dich zu mir aufs bett setzt ungeküsste Aufmerksamkeit in deinem hellen Atem ich liebe das. Fass mich unbedingt fester an fester in deinen Körperduft möchte ich mich wickeln. Prickelnde Nähe zitternder Atem, von Angst lass uns nicht sprechen auch nicht von aber und wenn dann nur weil wir drüber lachen uns lustig machen.

 _Ich möchte mehr fliegen, schweben über den erstaunten Gesichtern wie in den Träumen der Nacht. Fantasia, die Blüten in ihr Haar bindet. Mit ihr tanzen, singen, lachen über Pusteblumenwiesen laufen, der Knoten an meinem Hals geöffnet, die Brüste nackt. So wie wir eigentlich darunter sind unter unseren Zwiebelschichten von Klamotten tinkturierte Watte in unseren Bäuchen.

blue-flower-circus

flower circus

Was suchst du frage ich und bekomme keine Antwort. Oder höre ich sie nicht weil das Flüstern zu laut ist oder zu leise. An meinen Ohren vorbei an meinen Haaren, Zähnen, das ganze Körpersensomotorikmodell das um mich herum gebaut ist. Was suchst du frage ich und bekomme keine Antwort

denn die Suche geht unendlich. Zerfließt in Bodennebel, kosmischen Weiten in der Unendlichkeit der Zeitlosigkeit. Die Worte, die Welten die uns trennen und doch gleichzeitig verbindet uns was.

Das Jetzt. Wenn wir nur beide versuchen gleichzeitig darin zu sein werden wir uns begegnen für einen flüchtigen Augenblick. Dann werden wir uns sehen wie wir sind. Verletzlich und vollgepackt mit Liebe und Angst.

So wird es sein. Doch das Jetzt entgleitet uns in den meisten Momenten, Vergangenes, Zukünftiges speist unsere Gedanken, eisige Vergnügen, heiße Versprechen, Bedeutungslosigkeit. Schreiben, Weinen, Verarbeiten, Lesen, Fühlen, Denken. Immer tun wir was. Dinge. Handlungen. Einfach nur eingefroren sein für einen Moment. Oder einwattiert. Ohnmächtig ist so negativ besetzt. Ohne Macht. Genau das. Wir sind unserer eigenen Macht überfordert. Jeden Augenblick die Entscheidungen treffen was tun oder lassen. Was tut uns gut, was nicht. Was tut uns nicht gut aber anderen und was wollen wir davon trotzdem tun.

Entscheidungen treffen wir nicht immer im Bewusstsein. In Muster sind sie manifestiert, durch jahrelange immer währende Reaktionen auf eine Situation, automatisch ablaufende Gefühlshandlungen, Automatische Gefühle,

wir sind Gefühlsmaschinen, gar nicht so leicht das alles umzuprogrammieren um zu einem besseren Ergebnis von Leben zu kommen. So siehts aus. Das bessere Leben. Es wartet hinter zerschnittenen Mustern und wir sitzen an den Tischen und versuchen die Maschen neu zusammen zu setzen.

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Ecriture automatique

Heute habe ich beim Kaffee meinen Kopf ausgeschüttet.

Hier das Ergebnis in Absätzen:

 

die mühlen 

I

artige münder verschlossen

hinter den augen blicke der vernunft

gebärden

der gefühllosigkeit

umschließende riemen feuchte striemen angst-

losigkeit dein los der verfügung

gewalt widerstandslos

wieder reden wir

zwecklos

ohne unterlass lass uns klagen,

weiter, wieder

wider die

vernunft

 

II

brüskieren wir uns

wickeln uns ein in die

schatten des vergangenen übel-

launigkeit haftet an

deine krummen beine amputiert

jedes gefühl sieg

reiche unvernunft

ungläubiger

cream cheese cake

das rattern der zähne

in karamell die musik

die melodien schmeicheln

deinen Augen

 

III

was du sagst ist

wahr oder

unwahr wie wir

uns gegen seitig

bergen aus der unvernunft

verdrossen verschlossene Abneigung

gegen dich und mich

einwattierte zukunft

—–

 

Vernunft, Unvernunft, Zukunft – unft jetzt?

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A Distant Melody

 

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She was standing still

soaked in the deep waters of

soul

tryin not to listen

to that distant song of

beauty

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Freeing the Bird

Die Suche nach dem eigenen Raum, außen wie innen, geistert schon seit Wochen in meinem Kopf herum. Was immer klarer wird: Raum kommt genauso wenig wie Traumjob aus dem Nichts herbei geflattert. You have to create it. Yes. So siehts aus. Und was auch immer klarer wird: bunte Stifte, Papier und einige Minuten sich selbst erlaubte Zeit am Tag helfen dabei enorm.

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